cannondale supersix evo
... es ist fantastisch!
Ischgl, Tirol, 11. Juli 2011, Cannondale Händler Meeting 2012
Eine ausgedehnte Testfahrt auf der Strecke Ischgl- Silvrettahöhe - eine wunderschöne Bergpass- Strasse die praktisch parallel zum Arlberg- Pass verläuft - steht an:
Der Auftieg ist grösstenteils locker zu fahren, zwischendurch hat es jedoch immer wieder ganz kernige und lange Anstiege, die mich regelmässig aus dem Sattel holen. Das Velo, ein supersix evo red aus der neusten Reihe der Cannondale Rennvelos.
Ja, ...es ist fantastisch! Es ist nullkommanix beschleunigt, es ist so unglaublich: Ich trete 3-4 Umdrehungen am Pedal und das Velo ist beschleunigt. Ich spüre keinen Widerstand mehr aus seiner Massenträgheit. Die einzige Limite ist mein Körper, der nicht ganz so fit ist, wie er für den Saisonzeitpunkt sein könnte: Das Velo ist (viel) schneller als ich!
In den steilen Passagen merke ich, wie steif der Rahmen ist, wie direkt jeder Kraftimpuls in vorwärtsdrängende Bewegung umgesetzt wird, ähnlich, wie ich es von meinem älteren supersix himod her kenne und schätze. Aber das neue sprintet noch stärker, vielleicht ist es ja auch die Kombination mit dem noch viel geringeren Gewicht, das es so kletterfreudig macht?
Da sind aber auch noch die zusätzlich in die Rahmenkonstruktion eingebrachten Ballistic- Carbon "Fäden": Das Evo wurde in spezifischen Segmenten mit diesen hochfesten Fasern verstärkt: Steuerkopf und Gabelkrone (>Lenksicher-heit), Tretlager- Kettenstrebenübergang (> Vortrieb..!), Aussenseite von Oberrohr, Sitzrohr und Sitzstreben (>Rah-mensteifigkeit allgemein). Lenksicherheit und Vortrieb sind direkt fühlbar!
Einen deutlichen Unterschied zu 2010er supersix himod spüre ich dann in der Abfahrt: Die Silvretta- Hochalpenstrasse ist zwar an etlichen Stellen mit einem hochglanz- polierten schnellen Teerbelag ausgestattet, doch hat es auch noch einige ältere, von Schnee und Eis verwitterte Passagen, wo so richtig die groben dicken Kieselsteine aus den Teer ragen: Das Evo übergeht diese mit einem leisen "grrrrr". Ich spüre nichts von der rohen Unebenheit, die Rahmenkonstruktion schluckt diese Vibrationen völlig: Fantastisch! Es fühlt ich so bequem an!!
Auch wen ich heute nur schon auf dem Arbeitsweg über die Pavé's der Innenstadt donnere, es rollt ohne zu schütteln und schlagen, ruhig und dabei präzis und sicher: Die Speed- Save Technologie von Sitz- und Kettenstreben in Verbindung mit dem Delta- förmigen Sitzrohr vermag Vibrationen des Hinterrades zu absorbieren und führt zu konstantem Bodenkontakt: Man wird schneller, weil kein micro- Durchrutschen passiert, man fühlt sich sicherer, weil das Hinterrad ständigen Bodenkontakt hat. Die Speed- Save Technologie ist ein Micro- Federungssystem wie es nur die ganz aus-geklügelte Carbonkonstruktionen des Supersix Evo besitzt.
Und das ist der Hauptgrund, sich für ein Carbon- Rennvelo von Cannondale zu entscheiden: Bei Carbon kann der Materialeinsatz viel präziser gestaltet werden: Da wo es Stärke braucht, kommt mehr Material hin, da, wo es weniger braucht, kann man es einsparen.
Und: Das machen die Cannondale- Ingenieure besonders gut: Durch seine Materialeigenschaften kann es eben auch in bestimmten Richtungen einer Rahmengeometrie federnd gestaltet werden: Mit fliessenden Uebergängen - sprich keine Klebestellen mit Belastungsspitzen, die irgendwann ausbrechen. Die eine Achsenrichtung der Sitzstrebe kann federn, die andere 90° dazu ist steif, im Uebergang zum Ausfallende sind beide Kraftrichtungen fliessend wieder eingespannt - wie ein gewachsener Muskel am Uebergang zum Knochen. EVO(lution) eben; r-EVO-lutionär sogar!
Die wichtigsten Technologie- Neuheiten im EVO Rahmen:

Speed Save: schnelleres Beschleunigen, komfortabel, höhere Kurvengeschwindigkeit bei gleichbleibendem Sicher-heitsgefühl, schneller und sicherer durch mehr Bodenkontakt, an Gabel wie am Hinterbau.
Delta Sitzrohr: Nachgiebigkeit für die Belastungen aus dem Sattel (FahrerIN), führt zu geringeren Ermüdungen des ganzen Körpers während einer lange Ausfahrt (wie vollgefederte Mountainbikes im Unterschied zum Ungefederten)

Ballistec Carbon: Ueber die steifen, aber etwas brüchigeren hochmodularen Carbonfasern, die strategisch zur Erreichung der Rahmensteifigkeit eingesetzt werden, kommen die viel stärkeren und mit stossfestem Harz verbundenen ballistischen Fasern auf den Aussenseiten zur Anwendung. Die ballistischen Fasern sind leichter und steifer als Aluminium und stabiler und beständiger als Stahl.
Leichtbau: Das EVO besitzt einen der leichtesten Rahmen der je gebaut wurde (695g nach "tour").
Steifigkeit: Das beste Steifigkeits- Gewichts- Verhältnis, das je gemessen wurde (142.3 Nm/deg/kg nach "Zedler").
Luftwiderstands- Reduzierung: Das Evo optimiert Rohrquerschnitte in Abmessung und Form zu maximaler Effizienz punkto Aerodynamik und Seiten- und Torsions- Steifigkeit. Weil: ein super aerodynamischer Rahmen ist viel zu wenig seitensteif - und zu schwer; ein supersteifer Rahmen mit runden Oversize "Ofenrohren" ist nicht aerodynamisch: So bildet Evo die goldene Mitte unter allen Parametern.
EVO ist viel schlanker als ein Alurahmen vor 10 Jahren, die Sitzstreben dünner, als ein schlanker kleiner Finger.
Bei METROPOLITAN eingetroffen:
"supersix evo ultimate", die ultimativ leichte Maschine! 5.2kg mit Kettenblatt 53/39, CHF 11'999.-

"supersix evo 2 red", das ultra edle kleine schwarze! 6.66kg in 58cm, CHF 5'699.-

Die weiteren Modelle:
"supersix evo Di2", mit der elektronischen Schaltung von Shimano, Ksyrium SLR Radsatz, 10'199.-
"supersix evo dura ace" und "evo 2 red", CHF 6'899.- bzw. CHF 5'699.-
und natürlich:
"supersix evo team" mit Cosmic Carbone SLR, CHF 9'599.-
